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Gemeinde Hohenrain

  • Unterdorfstrasse 7
    6276 Hohenrain
  • Tel: 041 914 61 11
    Fax: 041 914 61 00
    gemeindeverwaltung@hohenrain.ch

    Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag
    08.00 - 11.30 Uhr / 14.00 - 17.00 Uhr

    Donnerstag
    14.00 - 18.00 Uhr

    Die Gemeindeverwaltung ist ab Montag, 8. Juni 2020 wieder zu den allgemeinen Öffnungszeiten zugänglich. Auch die bisherigen Dienstleistungen der Postagentur sind ab diesem Zeitpunkt auf der Gemeindeverwaltung wieder gewährleistet.
    Der Gemeinderat empfiehlt weiterhin, die Gemeindeverwaltung nur dann aufzusuchen, sofern die Dienstleistungen weder telefonisch noch per Email ausreichend erbracht werden können.

Trinkwasserqualität im Seetal - Chlorothalonil-Metabolit überschreitet Höchstwert

Das Pestizid Chlorothalonil ist seit dem 1. Januar 2020 verboten. Heute finden sich Abbauprodukte (Metaboliten) des Stoffes im Grundwasser, von wo sie ins Trinkwasser gelangen können. Seit Anfang dieses Jahres gelten für sämtliche Abbauprodukte Höchstwerte im Trinkwasser. Die Seetaler Wasserversorger haben ihre Quellfassungen und Pumpwerke untersucht. Ein Metabolit überschreitet den Höchstwert breitflächig. Jedoch zu beachten ist:

 

  • Konsumentinnen und Konsumenten können das Trinkwasser weiterhin konsumieren.
  • Die Wasserversorger im Luzerner Seetal setzen alles daran, der Bevölkerung einwandfreies Trinkwasser abgeben zu können und arbeiten eng mit den kantonalen Behörden zusammen.
  • Mehrere Wasserversorger haben ein Qualitätsmonitoring umgesetzt und beobachten die Situation aktiv.
  • Ebenfalls prüfen einige Versorger die vorübergehende Wiederinbetriebnahme stillgelegter Notpumpwerke.

Chlorothalonil wurde seit den 70er-Jahren in der Schweizer Landwirtschaft gegen Pilzerkrankungen eingesetzt. Heute finden sich Abbauprodukte (Metaboliten) des Pestizids im Grundwasser, von wo sie auch ins Trinkwasser gelangen können.

Nach der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) befand im Juni 2019 auch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), dass für diese Metaboliten eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat per 1. Januar 2020 ein Anwendungsverbot für Chlorothalonil erlassen.

Seit Mitte 2019 gilt für einzelne, seit dem 1. Januar 2020 für sämtliche Metaboliten von Chlorothalonil ein gesetzlicher Höchstwert im Trinkwasser von 0,1 Mikrogramm pro Liter. Gemäss der Eawag1 (Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs), die sich auf über 100 Proben aus der ganzen Schweiz beruft, stehen zwei Abbauprodukte im Fokus: die Metaboliten R471811 und R417888.

WWZ: Situation in Hochdorf
Das Trinkwasser in Hochdorf ist ein Mischwasser. Es stammt aus zwei Grundwasserpumpwerken (Seetal und Wirtlenwald) und zwei Quellen (Moos und Bartli). Mitte 2019 analysierte die Kantonale Dienststelle für Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz das Leitungswasser in Hochdorf. Sie fand zwar kleinste überhaupt messbare Mengen eines Abbauprodukts (R417888), jedoch deutlich unter dem Höchstwert.

Nach Bekanntwerden, dass nun alle Abbauprodukte von Chlorothalonil relevant sind, hat WWZ ihren Pumpwerken und Quellen im Seetal im Rahmen der Selbstkontrolle Proben entnommen und von einem unabhängigen Labor untersuchen lassen. An allen vier Standorten wurde eine Höchstwertüberschreitung des zweiten Abbauprodukts (R471811) festgestellt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei vielen anderen Wasserversorgern im Luzerner Seetal.

WWZ: Massnahmen für Hochdorf
In Hochdorf stehen keine alternativen Wasserquellen zur Verfügung, die spontan zum Vermischen (Verdünnen) genutzt werden können. Die Weisung des BLV sieht für diesen Fall vor, dass die Wasserversorger zwei Jahre Zeit haben, eine Lösung für das Problem zu finden.

Der erste und wichtigste Schritt erfolgte durch das Chlorothalonil-Verbot. Es bestehen aber keine Erkenntnisse darüber, wie schnell der Stoff aus dem Grundwasser verschwindet.

  1. WWZ setzt alles daran, der Bevölkerung in Hochdorf wieder einwandfreies Trinkwasser abgeben zu können, und arbeitet eng mit den Behörden des Kantons zusammen.
  2. WWZ hat ein Qualitätsmonitoring aufgebaut. Nebst der standardmässigen Beprobung des Trinkwassers (chemische und bakteriologische Analyse) entnimmt WWZ den Quellen, Pumpwerken und dem Netz in Hochdorf monatlich zusätzliche Proben, die auf Chlorothalonil-Metaboliten untersucht werden.
  3. Sollte sich zeigen, dass auch nach dem Chlorothalonil-Verbot die Abbauprodukte nicht innert nützlicher Frist zurückgehen, wird WWZ die Planung einer Seewasseraufbereitungsanlage beim Baldeggersee initiieren.
  4. Ebenfalls ist WWZ dabei, die Wasserqualität der beiden vor einigen Jahren stillgelegten Notpumpwerke beim Sportplatz und an der Hohenrainstrasse zu analysieren, um diese gegebenenfalls vorübergehend als Verdünnungsmassnahme in Betrieb zu nehmen.

Über die Ergebnisse dieser Analysen wird WWZ regelmässig informieren.

Kann ich das Seetaler Hahnenburger weiterhin trinken?
Ja, das Trinkwasser darf weiterhin konsumiert werden. Dies wird vom zuständigen Bundesamt (BLV) wie auch den Luzerner Behörden bestätigt. Der gesetzliche Höchstwert wurde vom Bund nicht auf toxikologischer Basis, sondern aufgrund des Vorsorgeprinzips festgelegt. Hahnenwassertrinken ist in der Schweiz nach wie vor sicher.



Datum der Neuigkeit 27. März 2020