Grossbrand in Ligschwil: Verwehte PV-Kleinteile sind unbedenklich
Im Zusammenhang mit dem Grossbrand bei der Sägerei Lang im Ortsteil Ligschwil wurden durch den thermischen Auftrieb und den Wind Kleinteile der Photovoltaikanlage verweht, insbesondere in nordöstliche Richtung.
Teilweise wurden die Teile bis ins Gebiet der Gemeinde Hohenrain getragen. Die verwehten PV-Kleinteile sind für Mensch und Tier gesundheitlich unbedenklich. Wer solche Teile findet, kann diese einsammeln und über den normalen Hauskehricht entsorgen.
Bei den Fremdkörpererkrankungen im Vormagen bei Wiederkäuern spielen hauptsächlich spitzige Fremdkörper aus Metall eine Rolle. Dabei kann es sich auch um sehr feine Drähte handeln. Fremdkörper aus Glas, Aluminium (z. B. Aluminiumdosen) oder anderen Materialien spielen jedoch höchst selten eine Rolle. Dies gilt somit auch für die Teile von Solarzellen. Bei den Resten von Solarzellen handelt es sich zwar z.T. um sehr spitzige Teile, welche alle möglichen Formen aufweisen. Auf den ersten Blick sehen sie zwar sehr gefährlich aus, bei der Manipulation stellt man aber fest, dass diese Teile ausnahmslos sehr spröde sind und deshalb für die Wiederkäuermagen kaum eine Gefahr darstellen können. Durch die starke Muskulatur der Wiederkäuermagen werden diese Teile immer mehr zerkleinert bis nur noch Staub übrigbleibt. Auch deshalb ist es zusätzlich unwahrscheinlich, dass ein Wiederkäuer wegen eines Bruchstückes eines Solarmoduls an einem Fremdkörper erkrankt. Natürlich gibt es keine absolute Garantie. Wenn wirklich ein Wiederkäuer in der aktuellen oder kommenden Winterfütterungsperiode an einem Fremdkörper erkranken sollte, müsste der Schaden sorgfältig dokumentiert werden (also durch eine Untersuchung der Vormagen nach dem Tod).
Hohenrain, 30. August 2026